Bestimmng des Höhlenendesteins “H. E. 1943“
Wolf-Ulrich Böttinger / Hans-Dieter Kerpes, Oktober 2015
Nachdem Susanne Prechtel den uns bis dahin noch unbekannten Höhlenendstein oben im Wald gezeigt hatte, war unser Interesse riesengroß, die Lage dieses Steins mit der des tatsächlichen Höhlenendes unten in der Höhle zu vergleichen. Deshalb legten wir einen Polygonzug quer durch den Wald über der Höhle. Dieser begann oberhalb des Hundslochs und war angeschlossen an den drei Festpunkten an der Hangkante über dem Höhleneingang. Er verlief durch Dornen, Buschwerk, Hochwald und dann entlang einer dort zufälligerweise befindlichen Holzrückegasse bis zum Waldstück mit dem Höhlenendestein und dem hochgeloteten, tatsächlichen Höhlenende. Die Spannung stieg, je näher wir dem Höhlenendestein kamen. Die letzte Messung zu diesem ergab dann, dass der Höhlenendstein 19.469 m vom tatsächlichen Höhlenende in westlicher Richtung entfernt lag. Die Geländeüberdeckung an diesem Punkt betrug 24.283 m.
Damit war die eingangs genannte Aussage von Heinz Schlumpberger zur damaligen Bestimmung des Höhlenendsteins als hochgelegtem Ende der Charlottenhöhle durch Klopfzeichen als durchaus glaubhaft bestätigt. Und trotzdem war es zweifellos ein großer Zufall, dass die Arbeiter in der Höhle 1943 überhaupt die Axtschläge der Waldarbeiter an die Bäume gehört hatten. Aber gerade deshalb muss man den damaligen Beteiligten nachträglich noch eine große Anerkennung dafür aussprechen, dass sie trotz der herrschenden aktuellen Kriegs-situation und deren direkten Auswirkungen diese Aufgabe überhaupt angegangen sind. Bewundernswert ist auch, dass sie bei dieser ganz besonderen Arbeitsbelastung und in der Dunkelheit und Abgeschlossenheit der Höhle das Klopfen überhaupt gehört hatten und so diese nahezu unglaubliche Bestimmung des oberirdischen Höhlenendes vollziehen konnten.



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