Messung des Hohen Seitengangs
Susanne Prechtel, August 2016
Zur Klärung des tatsächlichen Verlaufes dieses äußerst abgelegenen und kaum erreichbaren Ganges kletterte Susanne Prechtel am 25. August 2016 am Seil den Hohen Kamin hoch und erkundete für uns die dort oben in absoluter Dunkelheit befindliche Situation. Sie war ausgerüstet mit einem handgehaltenen Disto Laserdistanzmesser und einem präzisen Kompass, in deren Handhabung sie zuvor von uns eingewiesen worden war. Frau Prechtel nahm den gesamten etwa 40 m langen Verlauf des Hohen Seitengangs mit dieser einfachen Ausrüstung auf, fertigte eine aussagekräftige Lage- und Höhenskizze und dokumentierte den gesamten Weg mit hervorragenden photografischen Bildern. Erstaunlich waren dabei auf ihren Bildern die vielen weißen Tropfsteine, die eindeutig zeigten, dass dort oben bislang noch sehr wenige Menschen gewesen waren.
Am Ende des sehr engen und abgewinkelten Ganges fand sie auch den dort oben vor Jahren installierten Seismographen des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Freiburg, zur Messung rezenter Erdbeben.
Mit den Messungen von Frau Prechtel und ihren Skizzen konnten wir den Verlauf des Hohen Seitenganges punktweise bestimmen. Er verläuft im wesentlichen nach S und wurde danach auch oberirdisch abgesteckt.
Eine kleine Auswahl typischer Bilder aus dem Hohen Seitengang folgt nachstehend mit freundlicher Genehmigung durch Susanne Prechtel.

Dies ist das südliche Ende des etwa 40 m langen Hohen Seitengangs.

In der Bildmitte ist hier außerdem der dort vor Jahren installierte Seismograph (blau) des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau ( LGRB ), Freiburg, mit seinem Kabelanschluss zu sehen.
Er dient der Erdbebenvorhersage und wurde ganz bewusst an diesem äußerest abgelegenen Platz installiert, der nur höchst selten und in ganz besonderen Ausnahmefällen von Menschen begangen wird.


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